Unsere Geschichte · Jana und Roman Alles
Wenn bei euch nach außen alles läuft und du trotzdem jeden Abend denkst, so wollte ich nie sein, dann kennst du den Punkt, an dem wir Ende 2019 standen.
Am Kinzigsee in Langenselbold.
Jana
Meine Älteste hat so gut funktioniert, dass sie besser erzogen war als unser Hund. Alle haben gesagt: „Du hast so eine gut erzogene Tochter.“ Damals habe ich gedacht: Läuft bei mir, Übermutter.
Ich habe es damals so genannt: alleinerziehend mit finanzieller Unterstützung. Schon als wir erst zwei Kinder hatten, fragte unsere Älteste beim Abendessen, warum Papa wieder nicht da ist. Ich sagte, er habe einen wichtigen Termin. Sie fragte: „Wichtiger als wir?“ Ich hatte keine Antwort, ich hatte nur noch Wut, und die bekamen die Kinder ab.
Roman
2019, mit 35, hatte ich eigentlich alles erreicht, was ich wollte. Ich war Bezirksdirektor bei einem großen Versicherer in Frankfurt, hatte zwölf Leute im Team, und mein Ziel war klar: Vorstand. Zu Hause war meine Familie mein Blitzableiter. Abends kam ich nach Hause, griff zur Fernbedienung und motzte die Kinder an, wenn sie beim Essen kleckerten.
2019 kam Jana auf mich zu. Sie hatte schon viele Ratgeber gelesen und wollte, dass wir etwas anders machen. Ich habe gesagt: „Lass es uns nach unserer Intuition machen.“ Meine Intuition war das, was ich von zu Hause kannte. Meine Erziehung hat mir doch auch nicht geschadet. Aus mir ist ja auch etwas geworden.
In dieser Zeit haben Jana und ich wochenlang kaum noch miteinander geredet. Dann saßen wir auf einer langen Autofahrt nebeneinander, die Kinder schliefen auf der Rückbank, und es war seit Wochen das erste Mal, dass wir ungestört reden konnten. Am Ende dieser Fahrt stand ein Satz: Das geht so nicht weiter. Danach sind wir wochenlang um den Kinzigsee gelaufen, die Kleinste in der Trage, unser Sohn im Kinderwagen, und haben uns Fragen gestellt, für die wir vorher nie Zeit hatten: Was wollen wir bewirken? Und warum? Ich habe angefangen, Termine abzusagen und früher nach Hause zu fahren. Das war der leichte Teil.
Winter und Frühling 2019/2020 am Kinzigsee, mit unserem dritten Kind in der Trage.
Jana
Der schwere Teil war ich. Ich habe ein Jahr lang alles gelesen, was es über Erziehung gibt, und weiter geschrien.
Schon 2019 hatte ich mit unserer Ältesten bei einer Therapeutin gesessen, weil sie die Haare auf einer Seite ihres Kopfes so lange drehte, dass sie sich immer mehr Haare ausriss und die Stelle fast kahl war. Die Therapeutin fragte sie: „Wann hast du das letzte Mal geweint?“ Sie sagte: „Mama hat gesagt, ich soll aufhören zu weinen.“
Das Haaredrehen hörte nach der Therapeutin auf, dafür kaute unsere Tochter an den Nägeln.
Roman
Dass die Haare unserer Tochter und Janas Ton zusammenhängen sollten, habe ich lange nicht geglaubt. Ich habe zu ihr gesagt: Du bist doch eine gute Mutter, was hast du für ein Problem, das brauchen wir alles nicht. Meine Eltern haben ihr Bestes gegeben, ich werfe ihnen nichts vor. Aber irgendwann habe ich einen Satz aufgeschrieben, der bis heute über allem steht: Das Beste meiner Eltern ist nicht gut genug für meine Kinder.
Jana
Erst als ich Ende 2020 anfing, meine eigene Kindheit anzuschauen, bei einer Heilpraktikerin, die seit über 25 Jahren traumasensibel arbeitet, hat sich etwas verändert. Dort habe ich nicht gelesen, sondern gearbeitet: an dem kleinen Mädchen, das nicht weinen durfte, und an dem, was in meinem Körper passiert, wenn ein Kind weint. Nicht im Kopf, da wusste ich längst alles. Sondern in dem Moment, als die Tomatensoße auf dem Boden landete und ich zum ersten Mal nicht explodierte. Roman stand daneben und fragte: „Was war das jetzt?“ Das Nägelkauen hörte erst auf, als ich die Ursache meiner Trigger gelöst hatte und nicht mehr geschrien habe.
Roman
Es war ein längerer Prozess, aber Anfang 2021 hat Jana nicht mehr geschrien. Ich habe gesehen, wie sie sich verändert hat. Erst da konnte ich den Weg auch für mich gehen: 2021 und 2022 habe ich an meinen eigenen Kindheitsverletzungen gearbeitet.
Unser Sohn kam früher nie zum Kuscheln. Wir dachten, er ist einfach nicht der Kuscheltyp. Zu seinen jüngeren Schwestern war er hart und oft unfair, und das hat mich so getriggert, dass ich regelmäßig laut geworden bin. Dann habe ich mit Janas Unterstützung eine Situation mit meinem Vater aufgearbeitet, die ich als Kind erlebt hatte. Nachts, als die Kinder schliefen. Am nächsten Morgen kam unser Sohn zu mir und hat mich umarmt. Von diesem Tag an war er wie ausgewechselt. Seitdem sagt er zu mir: „Ich habe dich lieb, Papa.“ Er umarmt mich jeden Tag und ist ein richtiger Kuscheltyp geworden. Dieser Morgen hat meine Beziehung zu ihm für immer verändert.
Ich wäre heute nicht der Mann, der ich bin, wenn Jana nicht diesen Weg gegangen wäre.
Mitte 2021 hat Jana die ersten Mütter begleitet. Die standen genau da, wo sie selbst gestanden hatte, und am Anfang hatte sie dabei ihre Mentorin an der Seite, die Heilpraktikerin für Psychotherapie, bei der sie selbst gearbeitet hatte.
Jana
2024 war ich mit unserer Ältesten am Strand, Mutter-Tochter-Zeit. Sie sagte: „Weißt du, Mama, ich habe immer so ein Bild vor Augen, wie ich an der Tür stehe und weine und sie nicht aufkriege.“ Ich hatte die Tür von der anderen Seite zugehalten. Da war sie drei. Sie weiß das noch. Und dann sagte sie: „Ich bin einfach nur froh, dass du jetzt anders bist und dass ich das bei meinen Geschwistern nicht miterleben muss.“ Man kann es reparieren. Löschen kann man es nicht.
Jana
Ein Kind kommt nicht mit dem Gefühl auf die Welt, falsch zu sein oder funktionieren zu müssen. Das lernt es von Erwachsenen, die ihre eigenen Verletzungen weitergeben, meist ohne es zu merken. Genau deshalb sind Roman und ich losgegangen: Wenn eine Mutter diesen Kreislauf bei sich durchbricht, wachsen ihre Kinder freier auf.
Beide
Deshalb begleiten wir heute mit unserem Team Mütter, die schreien, obwohl sie es nicht wollen: 14 Wochen lang, online, an die Ursache ihrer Trigger. Im Oktober 2026 sind es über 680 Mütter, und in ihren Familien wachsen 1.350 Kinder auf. Das ist ein kleines Dorf.
Wir fangen bei uns selbst an. Deshalb gibt es bei uns keine Liste mit Sätzen, die dein Kind zum Funktionieren bringen.
Niemand ist schuld, und jede ist verantwortlich. Unsere Eltern haben ihr Bestes gegeben. Weitergeben müssen wir es trotzdem nicht.
Wir nehmen nicht jede Mutter auf. Vor jedem Start steht ein Gespräch, und zwei von drei Müttern, mit denen wir sprechen, sagen wir danach ehrlich, dass wir nicht die Richtigen sind: Manche brauchen zuerst eine andere Hilfe, etwa eine ärztliche oder therapeutische, manche sind noch nicht bereit, bei sich selbst anzufangen. Erschöpfung ist nie der Grund für eine Absage, so kommen fast alle zu uns.
★★★★★ 4,91 von 5 · über 270 Bewertungen bei ProvenExpert · 99 % empfehlen uns weiter
„Ich war eine sehr laute Mama, die sehr selten Zeit für ihre Kinder hatte und immer nur geschrien hatte. Heute, nach 14 Wochen Coaching, bin ich ruhig, gelassen, für meine Kinder da, stehe für meine Kinder ein, schreie nicht mehr.“
S., ProvenExpert, 23.05.2026
Und wenn dein(e) Partner(in) erst einmal skeptisch ist: Das kennen wir.
„Mein Mann hatte am Anfang Zweifel und wollte es nicht, zu viele Fragen. […] Ich bin meinen Weg gegangen und heute ist er auch froh und dankbar, dass ich diesen Schritt gemacht habe.“
Julia S., ProvenExpert, 21.03.2026
14 Wochen, etwa 7,5 Stunden pro Woche, alles online. Der Fragebogen dauert 2 bis 3 Minuten. Direkt danach suchst du dir einen Termin für dein Analysegespräch aus: 30 Minuten, per Video, kostenlos. Bevor du dich entscheidest, sprichst du mit Jana persönlich.
Smart Parents ist unser Unternehmen. Smart MoM4Life – Triggerfrei Mamasein heißt unsere 14-Wochen-Begleitung für Mütter, die nicht mehr schreien wollen.
Kümmert sich um die Kundinnen und um ihr Coaching-Team. Fünffache Mama, Autorin von „Triggerfrei Mamasein“ und Stimme des gleichnamigen Podcasts. Für das, was sie tut, gibt es keine klassische Ausbildung: Ihr Handwerk hat sie bei einer Heilpraktikerin für Psychotherapie mit über 25 Jahren Erfahrung gelernt und bei einer Psychologin in der Traumaarbeit vertieft, dazu Weiterbildungen in Innere-Kind-Arbeit, kindlicher Entwicklung und Mutter-Kind-Dynamik. Davor: Diplom-Kauffrau, Controllerin bei einem Investment-Unternehmen in Frankfurt.
Verantwortlich für Marketing, Vertrieb und Finanzen. Vater der fünf Kinder. Autor von „Being a Smart Dad“. Davor: Fachwirt für Versicherungen und Finanzen, zuletzt Bezirksdirektor bei einem großen deutschen Versicherungsunternehmen in Frankfurt.
14 Wochen, etwa 7,5 Stunden pro Woche, alles online. Der Fragebogen dauert 2 bis 3 Minuten. Direkt danach suchst du dir einen Termin für dein Analysegespräch aus: 30 Minuten, per Video, kostenlos. Bevor du dich entscheidest, sprichst du mit Jana persönlich.